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Stadtführer Dubi und Umgebung



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GPS:
50°41'9.40"N, 13°47'1.54"E

Punkt von Interesse: Sport, Kultur, Natur

Bestimmt für: Familie, Konditionsstarker Tourist, Senior, Rollstuhl, Schulgruppen

Wie: Mit dem PKW, Radwandern, Zu Fuß, Skilanglauf, auf Inline-Skates, Rollstuhl

Praktische Informationen:

Web: www.laznedubi.cz

E-Mail: recepce@laznedubi.cz

Telefon: +420 725 499 115

Adresse: Lázeňská 21, 417 01 Dubí

Dubi Karte und Umgebung

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Das Badewesen in Dubí

Das Badewesen in Dubí

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Geschichte des Badewesens in Dubí

Dianabad
Dubí ist schon seit dem Jahre 1872 ein Kurort, aber das Badewesen begann sich schon früher zu entwickeln, als im Jahre 1860 das hiesige Bergklima das Gefallen des Fabrikanten Anton Tschinkels erweckte. Nicht nur gründete er hier eine Porzellanfabrik, sondern er erbaute auch gemeinsam mit dem Balneologen Josef Löschner klimatische Bäder. Schon im Juli 1861 kaufte er das alte Gasthaus Diana aus dem 17. Jahrhundert, das er renovieren ließ, und im Jahre 1872 erbaute er neben ihm ein neues Gebäude, eine Wassertherapieanstalt mit dem traditionellen Namen „Dianabad“. Der Chefarzt bewohnte ein Häuschen oberhalb der Heilanstalt. So entstand ein Komplex von drei Gebäuden, das Patienten bis 1885 diente, zwischen den Gebäuden entstand ein kleiner Platz, der Kurplatz benannt wurde. Heute führt durch dieses Ort eine Straße zu einer Siedlung. Das Grundheilmittel im Dianabad waren warme oder kalte Bäder, für die ein Extrakt aus Fichten- oder Kiefernadeln benutzt wurde. Ein Teil der Kur waren Spaziergänge in der bewaldeten und hügeligen Umgebung. Deshalb begann der Eigentümer mit dem Ausbau eines großen Parks in der Umgebung der Kurgebäude, und so gewann Dubí neue Promenaden und planvolle Alleen. Im Jahre 1881 eröffnete Anton Tschinkel auch eine „Milchanstalt“, hier konnten sich Patienten einer Milch- und Molketrinkkur, die im Trinken von Milch und Molke bestand, die von Milchkühen vom zu den Bädern zugehörigen Pflügenhof gewonnen wurden, unterziehen.

 

Wassertherapeutische Anstalt Dr. Brecher
Im Jahre 1871 erbaute der Arzt Alois Brecher die Wassertherapeutische Anstalt Dr. Brecher, in der er die damaligen progressiven Heilmethoden von Vincenz Priessnitz benutzte. MUDr. Alois Brecher kam in den sechziger Jahren  des 19.-ten Jahrhunderts aus Teplitz, wo er früher schon als Kurarzt wirkte, nach Dubí und setzte seine Tätigkeit als behandelnder Arzt im Dianabad fort. Im Jahre 1870 kaufte er vom Müller Florian Walter die Grundstücke vom heutigen Kurpark und erbaute auf diesen eine eigene wassertherapeutische Anstalt. Das Wasser wurde durch eine hölzerne Leitung von der Quelle des anliegenden Hügels zugeleitet, es wurden damit Bassins und Wasserbecken gefüllt, und von denen wurde dann das Wasser in die Duschen geleitet. Die damaligen Pioniere der Naturheiltherapie glaubten an die regenerative Macht der Wasserbäder. Viele Kurgäste tranken auch deshalb das Wasser und glaubten an seine interne Wirkung. Die Therapie wurde auch von Spaziergängen in die Umgebung und von der Bewegung als solcher ergänzt, helfen sollte auch die gemäßigte Nahrung, der Aufenthalt an der frischen Luft und in der Sonne.

 

Theresienbad
Ein anderer Unternehmer im Badewesen war der Erbauer der Eisenbahn nach Moldava im Erzgebirge, Ingenieur Thomas Nowak, der schnell verstand, dass eine verbesserte Erreichbarkeit das Interesse um die hiesigen Bäder steigern würde. Schon im Jahre 1877, also in der Zeit, wo die Eisenbahnstrecke die Gemeinde Grab (Hrob) erreichte, kaufte er das Grundstück mit der Fichtenmühle. Ing. Nowak ließ alle älteren Gebäude abreißen, und an dieser Stelle erbaute er ein neues Kurgebäude, wo die ersten Kurgäste am 30. Mai 1879 begrüßt wurden. Ein komfortables Kurgebäude wurde im schweizerischen Stil erbaut, das zu einer Stadtdominante wurde. Zwei Jahre später ließ er ein weiteres Flügel erbauen, und beide verband er mit einer Terrasse, so dass ein einziges großes Gebäude entstand. Zu Ehren von seiner Ehefrau benannte er das ganze Objekt Theresienbad. Nowaks Heilanstalt bot den Gästenklassische kalte und warme Bäder, Dampfbäder sowie Moorwickeln.

 

Das Geschlecht derer Clary-Aldringen erlangte die Bäder in Dubí
Im Jahre 1882 erlangte der Fürst Edmund Clary-Aldringen alle Bäder in Dubí. Dieser aristokratische Unternehmer begriff, dass die Eichwalder Klimabäder nicht unbedingt eine Konkurrenz für die Teplitzer Bäder sein müssten, aber dass sie im Gegenteil seine unternehmerischen Tätigkeiten erweitern könnten. Er beurteilte richtig die Anziehungskraft der Schönheit der Natur in der Umgebung von Dubí und auch die geeignete Lage zwischen den Städten Dresden und Prag. Deshalb erweiterte und stattete er die Bäder noch aus, so dass sie für eine reiche Klientel attraktiv würden. Im Jahre 1894 besuchte die sächsische Königin Karola mit ihrer zahlreicher Begleitung die Bäder, aber es wurden hier auch Patienten aus Nordamerika behandelt. Von den bekannten tschechischen Persönlichkeiten unterzogen sich den Heilprozeduren zum Beispiel der Schriftsteller Jan Neruda, der Dirigent Václav Talich oder der Schauspieler Oldřich Nový.
Dubí gewann den Ruf eines beliebten Ferienorts mit einem beruhigenden Klima, wo Menschen in einer schönen Umgebung mit gemütlichen Gasthäusern, imposanten Villen, Pensionen und Kurgebäuden, von der frischen Luft durchgewehten Baumgärten und Parks ihre verlorene Ruhe und Gesundheit wiedergewinnen konnten. Mit der wachsenden Anzahl der Kurgäste wurden auch mehrere Verkehrsmöglichkeiten benötigt. Zuerst wurde der Transport aus Teplitz mit Kutschen besorgt, und seit den siebziger Jahren mit einer Pferdebahn, die schon im Jahre 1882 zwischen Teplitz und Dubí sechzehn Mal täglich fuhr. Seit dem Jahre 1884 konnten die Kurgäste mit der Eisenbahn anreisen und im Jahre 1895 verband eine Straßenbahnlinie Dubí mit Teplitz. Eine elektrische Schmalspurbahnstrecke, die die erste in Österreich-Ungarn war, diente bis 1959, die letzte Straßenbahn von Teplitz nach Berg Dubí fuhr am 31. Januar 1959.

 

Bäder im 20. Jahrhundert
Das Geschlecht Clary-Aldringen war im Jahre 1920 aus finanziellen Gründen gezwungen, die Bäder einer von einer Reihe der Industriellen beherrschten Aktiengesellschaft zu verkaufen, unter denen zum Beispiel Jiří Schicht aus Aussig (Ústí nad Labem) war. Diese Gesellschaft besaß die Bäder bis zum Jahre 1945 und verwandelte sie während der kurzen Zeit in ein modernes Sanatorium für die Innen- und Nervenerkrankungstherapie. Patienten konnten Tennisplätze, einen Pool und ein Schwimmbad nutzen, an das Bädergebäude wurde ein weiterer Flügel mit einer Turnhalle angebaut. Im Jahre 1945 wurden die Bäder durch ein Dekret von Präsidenten Dr. Eduard Beneš konfisziert. Die ersten Nachkriegspatienten waren sowjetische Soldaten und Gefangene aus Theresienstadt. Nach denen wurden hier Bergleute aus Nordtschechien behandelt. Am Ende der 80-er Jahre des 20-sten Jahrhunderts wurde der Komplex gründlich renoviert.

 

Das Theresienbad heute

Die Geschichte der heutigen Bäder wird seit dem Jahr 2008 geschrieben, als die jetzigen Eigentümer die Gebäude und deren Innenräume renovierten und den Betrieb unter dem Namen Tereziny lázně Dubí, a.s. (Theresienbad Eichwald AG) erneuerten. In dem heutigen Theresienbad wird der Schwerpunkt auf die Nervenerkrankungstherapie, die Bewegungsstörungen und die Kontraindikationen gelegt. Alle Pläne für die Kurgäste werden individuell aufgrund einer ärztlichen Untersuchung und einer Kinesiologieanalyse zu Beginn des Aufenthalts so gestaltet, dass die beste therapeutische Wirkung eintritt. Die rehabilitative Pflege wird um die Balneo-, Elektro- und Thermotherapie ergänzt. Die therapeutische Grundmethode ist die individuelle Krankengymnastik, die von fachlich geschulten Physiotherapeuten durchgeführt wird. Eine analytische Übung verläuft nach dem Ergebnis eines Muskeltests. Von dem breiten Spektrum der Methoden werden im Theresienbad vor alle die Kabat-Methode, das Bobath-Konzept (für Patienten nach einem Schlaganfall), eine in die Tiefe stabilisierende Übung (für Patienten mit Rückenschmerzen), die Bruggerschule für den Rücken oder die Beinkorrektur (bei gewonnenen und angeborenen Defekten der Beine). Ein bedeutender Bestandteil der hiesigen Therapie ist das Moor, das dank seiner Zusammensetzung und seiner Wärmeleitfähigkeit das Heilen von Bewegungsstörungen erheblich fördert. Es wird sowohl für die Ganzkörper- oder Teilkörpermoorbäder benutzt, als auch für die Wickel und für die Umschläge.

 

Der Bäderkomplex
Der Gebäudekomplex erinnert an einen kopfstehenden Buchstaben Y. Der Eingang in die Bäder ist von der südlichen Seite und führt Sie zu einem kleinen malerischen Innenhof mit Grünpflanzen, einem Springbrunnen und der Plastik eines Mädchens, die von dem Laubengang des Kurgebäudes umgerahmt sind. Im nördlichen Teil breitet sich der Garten mit einem Pool, Gewächshäusern und gepflasterten Wegen für ruhige Spaziergänge der Kurgäste aus. Der Bäderkomplex hat eine Fläche von fast drei Hektaren mit einem eigenen Waldpark, der ein anspruchsloses Terrain ohne Barrieren, einen Sonnenbadraum, einen Tennisplatz, einen Minigolfplatz und ein Thermalbad beinhaltet und zur Nutzung anbietet. Alle Einrichtungen sind auch barrierefrei und so völlig für Rollstuhlfahrer angepasst. Das Heilbad ist mit Hebeanlagen ausgestattet, und alle Dienstleistungen sind unter einem Dach zugänglich. Die Kapazität der Unterkunft beläuft sich auf 236 Betten, es gibt insgesamt 134 Einzel-, Zweibett- und Dreibettzimmer verschiedener Kategorien und in Apartments. Einige von diesen haben einen Zugang zur Terrasse, andere einen eigenen Balkon oder einen Blick in den Waldpark. Zur Standardausstattung von jedem Zimmer gehört ein eigenes Bad, ein WC, ein LCD-Fernseher mit Kabelverbindung mit einem breiten Angebot an Programmen, ein Kühlschrank, ein Telefon, ein Internetzugang und eine moderne Innenraumeinrichtung.

 

Das Seniorenheim Residenz Theresie
Seit dem Jahre 2012 ist Bestandteil des Komplexes des Theresienbads auch das Seniorenheim Theresie. Es ist als eine Einrichtung der integrierten Sozial- und Gesundheitspflege konzipiert. Die Residenz ist auch völlig barrierefrei, und deren Schwerpunkt liegt auf einer erweiterten rehabilitativen Pflege. Der Klientel wird neben den Leistungen der qualifizierten Rehabilitationspflege auch eine Möglichkeit der Nutzung von sämtlichen Bäderdienstleistungen geboten, deren Bestandteile die Abteilungen der Elektro-, Wasser- (22 Wannen), Thermo- und Magnetotherapie, ein überdachtes Schwimmbad und eine Rehabilitationsabteilung mit sieben Räumen für Gymnastik für die individuelle rehabilitative Gymnastik und eine Turnhalle sind.
Das Seniorenheim in Verbindung mit dem Theresienbad ist so konzipiert, dass es auch die Wünsche der anspruchsvollsten Klienten erfüllt. Die Anstalt ist vor allem für Senioren und Personen mit einer gesundheitlichen Behinderung, die aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands eine Ganztagspflege oder die Hilfe einer anderen Person benötigen, z.B. Personen mit Bewegungsstörungen, neurologischen Erkrankungen, multiple Sklerose, einer Alzheimererkrankung oder einer anderen Altersdemenz. Die gebotenen Dienstleistungen werden sowohl für Senioren, als auch für jüngere Personen (ab 27 Jahren) mit einer gesundheitlichen Behinderung (multiple Sklerose oder Schlaganfall) angeboten.

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